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Fernerkundung von Spurenstoffen mit Satelliten (SAT)

Willkommen auf der Seite der Satellitengruppe

Wir erforschen das komplexe Zusammenspiel chemischer und dynamischer Prozesse in der Atmosphäre anhand von Spurengasverteilungen, Aerosolen, Wolken und Temperaturverteilungen, die wir aus spektralen Messungen satellitengetragener Fernerkundungsinstrumente abgeleitet haben. Unser Arbeitsbereich umfasst die Prozessierung der Satellitendaten und deren Validierung, sowie die Untersuchung physikalischer und chemischer Prozesse in der Atmosphäre auf Basis der abgeleiteten Temperatur-, Teilchen- und Spurengasverteilungen, sowie die Entwicklung und Implementierung der dafür benötigten Auswertealgorithmen. Der Fokus unserer Arbeiten liegt auf dem MIPAS-Envisat Experiment. Auf die von uns abgeleiteten Satellitendaten kann hier zugegriffen werden. Neben unseren Arbeiten mit MIPAS sind wir mit der Vorbereitung zukünftiger Weltraummissionen befasst. Informationen zu unseren Veröffentlichungen, den MIPAS-Envisat Daten, unserem jährlichen Datennutzer-Treffen, unserem Strahlungsübertragungsmodell KOPRA, unserem Team und unseren Projekten finden Sie hier, allerdings nur in englischer Sprache.

 

Highlight des Monats:

SILAM Modellrechnungen mit einer mesophärischen Senke von SF6 bestätigen MIPAS Messungen von SF6 und des mittleren stratosphärischen Luftalters

 

Die Abbildung zeigt Vergleiche von SF6-Profilen zwischen Simulationen mit dem Eulerschen Chemie-Transport-Modell SILAM (angetrieben mit den ERA-Interim Reanalysen für 1980-2018) und MIPAS-Beobachtungen. Im Modell wurde die chemische Senke von SF6 in der Mesosphäre und der Effekt der Separation durch Gravitation implementiert, ausserdem wurden Sensitivitätsstudien bezüglich der angemessenen molekularen Diffusivität im interessierenden Höhenbereich durchgeführt. Die blauen Symbole mit Fehlerbalken zeigen saisonale Mittel der MIPAS SF6 Beobachtungen fuer 4 Jahreszeiten und 6 Breitenbänder des Jahres 2007. Die Fehlerbalken geben die systematischen Unsicherheiten der Messungen wieder, die nicht durch Mittelung reduziert werden können. Die durchgezogenen farbigen Linien (pink, grün, blau) sind Ergebnisse des Modelllaufs mit unterschiedlichen Diffusivitäten für dasselbe Jahr, interpoliert auf die Orte und Zeiten der MIPAS-Beobachtungen. Die unterbrochenen Linien stellen dieselben Modellergebnisse dar, jedoch sind es zonale Mittel über alle Modellgitterpunkte. Die schwarzen vertikalen Fehlerbalken repräsentieren die vertikale Auflösung der MIPAS Beobachtungen, abgeleitet aus den averaging kernels.

Figure from: https://doi.org/10.5194/acp-20-5837-2020