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Fernerkundung von Spurenstoffen mit Satelliten (SAT)

Willkommen auf der Seite der Satellitengruppe

Wir erforschen das komplexe Zusammenspiel chemischer und dynamischer Prozesse in der Atmosphäre anhand von Spurengasverteilungen, Aerosolen, Wolken und Temperaturverteilungen, die wir aus spektralen Messungen satellitengetragener Fernerkundungsinstrumente abgeleitet haben. Unser Arbeitsbereich umfasst die Prozessierung der Satellitendaten und deren Validierung, sowie die Untersuchung physikalischer und chemischer Prozesse in der Atmosphäre auf Basis der abgeleiteten Temperatur-, Teilchen- und Spurengasverteilungen, sowie die Entwicklung und Implementierung der dafür benötigten Auswertealgorithmen. Der Fokus unserer Arbeiten liegt auf dem MIPAS-Envisat Experiment. Auf die von uns abgeleiteten Satellitendaten kann hier zugegriffen werden. Neben unseren Arbeiten mit MIPAS sind wir mit der Vorbereitung zukünftiger Weltraummissionen befasst. Informationen zu unseren Veröffentlichungen, den MIPAS-Envisat Daten, unserem jährlichen Datennutzer-Treffen, unserem Strahlungsübertragungsmodell KOPRA, unserem Team und unseren Projekten finden Sie hier, allerdings nur in englischer Sprache.

Highlight des Monats:

 

Abweichungen zwischen Wasserdampf-Zeitserien in der unteren Stratosphäre aus Boulder Frostpunkt-Hygrometerdaten, Satellitenmessungen und Modellrechnungen bleiben weiterhin unverstanden


 

Die Abbildung zeigt die Unterschiede zwischen de-saisonalisierten Wasserdampf-Zeitserien, abgeleitet aus Frostpunkt-Hygrometer-Messungen in Boulder, auf der einen Seite, und Satellitenmessungen und Modellsimulationen am Ort von Boulder oder für das zonale Mittel um die Breite von Boulder herum, auf der anderen Seite. Alle Daten sind für ein Druckniveau von 70hPa. Mit (A) gekennzeichnete Zeitreihen stammen von Daten, die auch zu den Messzeiten der Boulder-FPH-Messungen erfasst wurden, während die anderen Zeitreihen aus Monatsmitteln von Satellitendaten oder Modellsimulationen erzeugt wurden. Dabei wurden Daten entweder in einem Radius von 1000 km um Boulder herum und zwischen 35o und 45oN gemittelt, oder die Monatsmittel wurden aus dem zonalen Mittel (alle Längen) gebildet. Die Zeitmarken auf der horizontalen Achse markieren jeweils die Jahresmitte. Die Differenzen zu den FPH-Daten sind für alle gezeigten Datensätze sehr ähnlich. Vor dem Hintergrund der extremen Sorgfalt bei der Erfassung, Kontrolle und Charakterisierung der FPH-Daten sind diese Unterschiede schwer zu verstehen. Eine mögliche Erklärung ist, dass die Boulder-FPH Daten Variabilitäten erfassen, die in Satellitendaten und Modelsimulationen nicht erfasst werden, oder dass die Trend-Unterschiede von Prozessen auf kleineren Skalen stammen, die durch die limitierte zeitlich/räumliche Auflösung von Satellitenmessungen und Modellrechnungen nicht aufgelöst werden (sog. Sub-Skalen-Prozesse).

(Abbildung aus: https://doi.org/10.5194/acp-18-8331-2018)

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