Institut für Meteorologie und Klimaforschung

REKLIM

Untersuchung der atmosphärischen Zusammensetzung und Klima: Wechselwirkungen von globalen zu regionalen Skalen.

Folgende Fragen werden untersucht: Welche Faktoren bestimmen die Interaktion zwischen regionalem Klimawandel und atmosphärischer Zusammensetzung? Was sind die potentiellen Folgen von Klimawandel und Luftverschmutzung auf die menschliche Gesundheit und Ökosysteme?

Regionale Klimaänderungen (REKLIM)

REKLIM logo Die Helmholtz-Klimainitiative REKLIM (Regionale Klimaänderungen) ist ein Verbund von neun Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft. REKLIM nutzt die in der HGF gebündelte Kompetenz für regionale Beobachtungs- und Prozessstudien (In-situ Beobachtungen, luftgestützte - und Satellitenbeobachtungen) in Kombination mit Modellsimulationen zur Verbesserung von regionalen und globalen Klimamodellen, die eine solide Basis für klimabezogene Entscheidungshilfen bieten sollen. Darüber hinaus werden  globale Klimasimulationen genutzt, um die Auswirkungen von Klimavariabilität und Klimaänderungen auf regionaler Skala mit verbesserten Modellierungsystemen für Zuordnungs- und Auswirkungsstudien zu untersuchen.
Auf der anderen Seite dienen die aus diesen Studien hervorgehenden Prozessmodule und Parametrisierungen auch zur Verbesserung von globalen Klimamodellen. Insbesondere hinsichtlich der Auswirkungen von Klimaveränderungen, werden sich durch REKLIM verschiedene Möglichkeiten eröffnen, um das Verständnis des regionalen Erdsystems zu verbessern. Darüber hinaus werden Entscheidungsträger über die Regionalen Klimabüros der Helmholtz-Gemeinschaft und dasClimate Service Centerbei der Beurteilung von Risiken und Chancen sowie bei der Entwicklung von Vermeidungs- und Anpassungsstrategien unterstützt.

Prof. Dr. Peter Braesicke vom Karlsruher Institut für Technologie (IMK-ASF) und PD Dr. Martin Schultz vom Forschungszentrum Jülich GmbH, IEK-8 leiten das Thema 5: Atmosphärische Zusammensetzung und Klima: Wechselwirkungen von globalen zu regionalen Skalen.

Das globale System „Luftzusammensetzung und Klima“ umfasst viele Skalen und Wechselwirkungen. In Thema 5 wird die vollständige Wirkungskette erforscht, die von globalen zu regionalen Skalen führt. Zur Bewältigung dieser Aufgabe werden dazu Modelle und atmosphärenchemische sowie meteorologische Beobachtungen verwendet. Auf der globalen Skala werden zum Beispiel Spurenstoffkreisläufe, Stratosphären-Troposphärenaustausch, die Struktur der Tropopause und Aerosoleffekte untersucht.  Auf kleineren Skalen werden Wechselwirkungen zwischen Wolken, Niederschlag und Luftzusammensetzung studiert. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der bebauten Umwelt und ihrem Einfluss auf Luftzusammensetzung und Klima. Dabei interessieren auch städtische Wärmeinseln,  Luftqualität und deren Einfluss auf Menschen und Ökosysteme.

 

 

Veröffentlichungen

A new Photolysis Module for the Regional Chemistry-Transport Model COSMO-ART von Jennifer Schröter und Roland Ruhnke, Bad Salzschlirf, 2014

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Simulating the Ozone Distribution over Europe in May 2008 with a new Photolysis Module for COSMO-ART von Jennifer Schröter, Roland Ruhnke und Heike Vogel, Berlin, 2014

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

The study of reactive nitrogen intrusions into the stratosphere with vertically extended EMAC von Alexey Vlasov und Thomas Reddmann, Berlin, 2014

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Towards the simulation of the Middle Atmosphere-Lower Thermosphere with EMAC-CMAT von Alexey Vlasov, Andreas Baumgärtner, Stefan Versick und Thomas Reddmann, Bad Honnef, 2013