Institut für Meteorologie und Klimaforschung

Fernerkundung von Spurenstoffen mit Satelliten (SAT)

Willkommen auf der Seite der Satellitengruppe

Wir erforschen das komplexe Zusammenspiel chemischer und dynamischer Prozesse in der Atmosphäre anhand von Spurengasverteilungen, Aerosolen, Wolken und Temperaturverteilungen, die wir aus spektralen Messungen satellitengetragener Fernerkundungsinstrumente abgeleitet haben. Unser Arbeitsbereich umfasst die Prozessierung der Satellitendaten und deren Validierung, sowie die Untersuchung physikalischer und chemischer Prozesse in der Atmosphäre auf Basis der abgeleiteten Temperatur-, Teilchen- und Spurengasverteilungen, sowie die Entwicklung und Implementierung der dafür benötigten Auswertealgorithmen. Der Fokus unserer Arbeiten liegt auf dem MIPAS-Envisat Experiment. Auf die von uns abgeleiteten Satellitendaten kann hier zugegriffen werden. Neben unseren Arbeiten mit MIPAS sind wir mit der Vorbereitung zukünftiger Weltraummissionen befasst. Informationen zu unseren Veröffentlichungen, den MIPAS-Envisat Daten, unserem jährlichen Datennutzer-Treffen, unserem Strahlungsübertragungsmodell KOPRA, unserem Team und unseren Projekten finden Sie hier, allerdings nur in englischer Sprache.

 

Highlight des Monats:

 

Wasserdampf und Klima

Wasserdampf in der Atmosphäre hat eine Doppelrolle im Klimasystem. Zum einen ist es selbst ein relevates Treibhausgas. Zum anderen hängen die atmosphärischen Wasserdampfkonzentrationen selbst von der Temperatur ab. Deswegen ist die Analyse von Wasserdampftrends in der Atmosphäre und dessen Zusammenhang mit der Temperatur ein äusserst relevantes Forschungsthema. Leonie Bernet und Mitarbeiter haben deswegen Trends atmosphärischen Wasserdampfs über der Schweiz, wie er mit verschiedenen Mess-Systemen gemessen wurde, in dieser Hinsicht untersucht. Hierbei wurde ein am IMK entwickeltes Trend-Analysewerkzeug verwendet. Das Bild zeigt die zeitliche Entwicklung des monatlich gemittelten Wasserdampfgehaltes der Atmosphäre (oben), die entsprechenden Anomalien (Mitte) und die relativen Abweichungen zu den Messungen des Mikrowellenradiometers TROWARA in Bern(unten).

Die Abbildung stammt aus: https://doi.org/10.5194/acp-20-11223-2020